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Ihr Rezept: Gleichberechtigung  

Ihr Rezept: Gleichberechtigung  

Apothekerinnen Magdalene und
Constanze Linz gestalten
Firmenübergang

Immer am Menschen - so verstehen die Apothekerinnen Magdalene und Constanze Linz ihre Aufgabe im Unternehmen. Und so gestalten sie auch den Übergang in der Unternehmensleitung von der Mutter an die Tochter.

Bilder: Kevin Münkel; Video: element k

Wann sich Constanze Linz dazu entschlossen hat, selbstständige Apothekerin zu werden? Dazu fallen der jungen Frau gleich einige Momente ein: War es ihr erstes Schülerpraktikum in einer Apotheke in Seelze? War es der Moment, als die Tierfreundin Namen und Logo der „Delfin“ Apotheke gestalten durfte? Oder als sie den Räumen ihre eigene Prägung gab als besonders familienfreundliche Anlaufstelle im Stadtteil? Wahrscheinlich ist es bis heute eine Mischung aus allem - mit einem entscheidenden Detail: „Wir agieren auf Augenhöhe“, sagt Mutter Magdalene Linz. „Ich freue mich über ihre neuen Ideen.“ – „Und ich profitiere von ihrer Erfahrung“, ergänzt Tochter Constanze.

Seit Juli 2019 firmiert das Team auch auf dem Papier im Schulterschluss. Constanze Linz hat ihr Zusatzstudium zur Apothekenbetriebswirtin abgeschlossen, und aus der angestellten Apothekerin ist die gleichberechtigte Gesellschafterin einer OHG geworden. Ziel ist der strategisch mit langer und ruhiger Hand vorbereitete Übergang in der Unternehmensnachfolge. „Jetzt arbeiten wir parallel“, sagt die Senior-Chefin, „und wenn ich mich zurückziehe, kann ein neuer Gesellschafter in die OHG einsteigen.“

Jeder Standort hat so seine eigenen Herausforderungen
Beide möchten mit Hilfe der gebündelten Kompetenz das Unternehmen, zu dem neben der Delfin-Apotheke an der Lister Meile die Leibniz Apotheke an der Oper im Zentrum Hannovers gehört, bestmöglich für die Zukunft wappnen. Beide Standorte haben ihre ganz eigenen Herausforderungen – und Chancen. Während die Delfin Apotheke passend zum Wohnumfeld ganz auf familienfreundlichen Service samt Ausstattung und Veranstaltungsprogramm setzt, gilt der Fokus der Leibniz Apotheke im Stadtzentrum dem Versorgungsauftrag für das urbane Publikum zwischen Geschäftswelt und hochspezialisierter Ärzteschaft vor der Ladentür.

„Die Zeiten, in denen Apotheken das Image einer Goldgrube nachgesagt werden konnte, sind vorbei“, hält Magdalene Linz fest. Starke Preisschwankungen auch bei hochwertigen Arzneimitteln, für die die Apotheken stets in Vorleistung gehen müssen, die Konkurrenz des Versandhandels, das Puffern von Lieferengpässen durch die Selbstherstellung von Medikamenten – all das macht den Geschäftsalltag nicht leichter. „Wir bekommen pro verordnetem Arzneimittel 8,35 Euro Festpreis“, sagt Magdalene Linz, „sowie einen geringen prozentualen Anteil am Herstellerpreis. Ganz egal, wie teuer das Medikament ist.“ Doch schon all die Telefonate, die sie führen müssen, weil vielleicht die Verordnung nicht zum übrigen Medikamentenplan des Patienten passt oder der Vertragspartner der Krankenkasse nicht liefern kann, „das vergütet uns niemand“, ergänzt ihre Tochter und Geschäftspartnerin.

Mit viel Phantasie durch die Krise
Die Rolle als Versorger vor Ort steht natürlich seit Beginn der Corona-Pandemie einmal mehr im Zentrum. Binnen weniger Tage verwandelte sich das Bild in den beiden Apotheken komplett. Plexiglas-Aufsteller zum Schutz des Teams entstanden in Windeseile. „Am Anfang wurden wir geradezu überrannt“, berichtet Magdalene Linz einige Wochen nach den Filmaufnahmen. Viele Menschen horteten Medikamente. Die Botengänge zu Risikopatienten nach Hause verdoppelten sich. Nur wenige Wochen später, in der Hochphase der Kontaktsperren, brach das Geschäft vollkommen ein – ein weiteres Beispiel für die Schwierigkeit einer langfristigen Finanzprognose. „Mit viel Phantasie konnten wir jedoch die wichtigsten Bedürfnisse der Menschen auch in der Krise schnell befriedigen“, sagt die Senior-Chefin. Selbst hergestelltes Desinfektionsmittel, neu aufgetane Lieferantenkontakte für Schutzmasken aller Anforderungsgrade – „wir konnten die Menschen versorgen!“

Auch die Verlässlichkeit im Team meisterte den Stresstest Pandemie. „Gleich vier approbierte Apotheker mussten anfangs zuhause bleiben, um ihre Kinder zu versorgen. Notbetreuung erhielten in jenen Tagen nur diejenigen, bei denen beide Elternteile in systemrelevanten Berufen tätig sind“, sagt Magdalene Linz. Intern profitierten jene Mitarbeitenden, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr im direkten Kundenkontakt agierten konnten, von der Vielfalt der Apotheke, sagt die Unternehmerin. „Wir konnten sie in den Bereichen hinter den Kulissen einsetzen.“

Eine über Jahre gewachsene Verbindung zur Sparkasse Hannover
Diese Herausforderungen sind auch Lena-Maria Vogelsang wohl bekannt. Als zertifizierte Beraterin im HeilberufeCenter der Sparkasse Hannover begleitete sie Familie Linz bei der Idee der Gründung einer OHG. Die enge Zusammenarbeit ist eine über Jahre gewachsene Verbindung vom ersten privaten Giro-Konto in der Familie Linz bis zur Nutzung das gesamten Portfolios der Sparkasse Hannover auch auf Firmenebene. Ein Netzwerk, das sich für beide auszahlt, wie Vogelsang sagt: „Nach den ersten 100 Tagen in der OHG lud mich Familie Linz ein zu einer Abendveranstaltung mit vielen anderen Apothekern und Geschäftspartnern – der Abend bot viel Gelegenheit für einen spannenden Austausch.“


Zahlen / Daten / Fakten

Gründungsjahr der Leibniz Apotheke  1907
Anzahl Mitarbeiter*innen Leibniz Apotheke  20
Anzahl Mitarbeiter*innen Delfin Apotheke   20
Anzahl der Wirkstoffe im Labor zur Anfertigung von Arzneien   200
Lagermengen Leibniz Apotheke   4.700 Titel
in 13.500 Packungen
Lagermengen Delfin Apotheke   9.400 Titel
in 34.700 Packungen
Meistverkaufte rezeptfreie Schmerzmittel (Ibuprofen, Paracetamol, Acetylsalicylsäure )
9.500 Packungen/Jahr
Verkaufter Mund-Nasenschutz
01.2020 - 07.2020
 11.000 Stück

Erfolg kann man planen!
Im FirmenkundenCenter der Sparkasse Hannover beraten wir Sie gern.

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